Das Reich erneuert sich (1028 - 1035 BF)

Ab dem 22. Ingerimm trifft sich der Adel des Reiches auf Burg Rodes Schild, die Vertreter des Fürstentums sind jedoch nur spärlich vertreten. Das bedeutendste Thema der Zusammenkunft war die Klärung der Kaiserfrage, da sowohl Rohaja von Gareth als auch ihr Bruder Selindian Hal Anspruch auf den Titel erheben. Letztlich stimmt lässt sich das Reich von den Versprechungen Rohajas überzeugen, laut denen unter anderem den Baronen die Halsgerichtsbarkeit verleiht und damit das Recht das Todesurteil über Frei zu verhängen. Doch auch andere Fragen wurden disputiert. So wurde eine Amnestie für Adlige ausgesprochen die Answin von Rabenmund nur lose gefolgt waren, Kriegstreibern, Verräter und direkten Handlagern hingegen wird keine Gnade gewährt. Ihre Pfründe davon schwimmend sehend, lässt das zerstrittene Haus Rabenmund von seiner Selbstzerfleischung ab und zieht an seinem Strang. Die Anführer der beiden Lager, Barnhelm und Ucurian, schlossen ein Zweckbündnis um ein endgültiges entgleiten der Macht zu verhindern. Dabei gelingt es Barnhelm gar die Untaten im Adelskrieg derart zu vertuschen und ins beste Licht zu rücken, dasss er den Titel des reichen Markvogtes der Kaisermark Gareth zu erhalten. Ucurian über diese Entscheidung unzufrieden, gerät durch sein Murren ins Abseits. Doch auch die Zukunft des Fürstentums muss geklärt werden, so verzichtet die Kaiserin auf die königliche Vormundschaft und stellt die Fürsten den anderen Provinzherren gleich. Als Nachfolger bringen sich die Häuser Mersingen, Streitzig und vom Berg ins Spiel, doch bedeuten sie Unruhe durch Neider, sodass keine Nachfolge der verschiedenen Fürstin getroffen wird, stattdessen wird über die Spaltung der Provinz gestritten. Während die Bürger der Stadt Rommilys darum bitten erneut der Travia-Kirche unterstellt zu werden, versucht der Adel des Reiches eine erneute Stärkung der Kaiserkrone zu verhindern. So will man die zerstörte Provinz als Bollwerk wider die Finsternis stärken, zugleich aber auch die eigenen Interessen gewahrt wissen. Eine Wiedereingliederung in Garetien kommt für die Provinzen nicht in Frage, hat man doch erst mit den Versprechungen Rohajas die Macht der Krone gebrochen. Letztlich erachten die Parteien die Schirmherrschaft durch die Kirchen als einzig gangbare Lösung. Künftig wird die Provinz für sieben Götterläufe aufgelöst. In der Präfektur werden die Kaiserlichen weiterhin wider große und kleine Kriegsfürsten um die Vorherrschaft streiten. Die Boron-Kirche übernimmt die Rabenmark und wird diese mit Hilfe der Golgariten aus der Hand des Feindes befreien müssen. In der Traviamark wird der Segen der Göttin für eine relative Sicherheit und Wohlstand sorgen.

Das Fürstentum ist Aufgelöst. In der Rabenmark über nimmt ab 1028 BF Gernot von Mersingen das Zepter. In der Traviamark übt Kronweser Cordovan von Rabenmund 1029 BF für das Heilige Paar die weltliche Herrschaft aus und Ludalf von Wertlingen wird zum Herr über zum Marschall der Wildermark bestallt.

Am 11. Rahja 1028 BF kehrt ein Stoßtrupp unter Marschall Ludalf von Wertlingen aus der Warunkei zurück zur Trollpforte, sie müssen 206 Gefallene Soldaten verzeichnen. Nur vier Praiosläufe später fordert der Marschall die Kämpfer zur geschlossenen Befreiung der Wildermark auf. Diese sind jedoch Kriegsmüde, erachten ihre Heeresfolge als abgeleistet und wollen zur Erntezeit in ihre Lehen zurück. Dem Marschall bleiben so nur noch Soldaten und 150 Männer der alten Eliteregimenter.

Noch vor dem Herbst des folgenden Götterlaufes wird Redenhardt von Oppstein zum neuen Stadtvogt von Rommilys ernannt, damit ersetzt er Vogt Godefried von Görz-Windwassern. Die Nachfolge Redenhardt als Baron von Oppstein, tritt Adran von Berlînghan-Oppstein an. Junkerin Morgause von Rabenmund-Weltengrund wird die Verwaltung des Schloss Neuschwanen anvertraut.

Die Travia-Kirche in der Verantwortung sehend, dass das Erbe seiner Tochter geraubt zu haben, verliert seinen Posten als Markvogt an Tsalinde von Hauerndes. Beide Seiten sehen sich bei diesem Streit im Recht, während Ucurian – zutiefst Praios-Gläubig – sich an der Vermischung von kirchlicher und weltlicher Herrschaft sieht, während er die Auflösung des Fürstentums als Treuebruch an seiner Tochter erachtet. Ganz zu schweigen davon, dass er der Kirche nicht zutraut mit Räubern und Soldaten zurechtzukommen. Die Kirche der gütigen Mutter hingegen reagiert mild und oft weich auf den verprellten Rabenmund. Lange brauchen sie um die richtigen Mittel zu finden, da sie dessen Verhalten auf Dauer nicht hinnehmen können, zumal mit Ucurian ein prominenter Vertreter des Hauses Rabenmund ihre Herrschaft untergräbt. Auch wenn der Kronverweser einige Maßnahmen nicht billigt, so gibt es dennoch Geweihte und Gänseritter zu anderen Mitteln zu greifen – vor allem wenn die Wegschale zu Gunsten Ucurians kippt, sind sie gewillt zu dreckigen Tricks zu greifen. Die Kirche muss zeigen dass sie sich in der Rolle der Herrschaft behaupten kann, während sich Ucurian unter Umständen gegen seine ehemaligen Schutzbefohlenen wenden muss – dennoch will keine der Seiten zu Gräueltaten greifen. Roderich von Rabenmund, stellt sich derweil auf die Seite der Traviamark.

Auch andere Kirchen verstärken ihre Präsenz in der Region. So bestellt das neue Oberhaupt der Peraine-Kirche im Travia-Mond 1029 BF einen Pfleger des Landes. Damit erkennt die Kirche die Notlage der Region an und versucht zu helfen. Zudem weihen die Zwerge auf Burg Okdrâgosch einen Angrosch-Tempel ein.

Im Boron überfällt Alwan von Unterallertissen-Rabenmund einen Handelszug nordwestliche von Wehrheim, auf seinem Weg von Baliho nach Gareth. In den Farben der Baronie Immlingen schritt der bekannte Reichsverräter und Answinist zur Tat, dabei war er erst im Peraine-Mond unter ungeklärten Umständen aus den Kerkern von Rommilys geflohen. Davor erregte er im Hesinde 1028 BF Aufsehen, als er Answins Botschaft an die in Rommilys belagerte Rohaja überbrachte.

Nach längeren Beratungen auf seiner Burg fordert Marschall Ludalf von Wertlingen am 15. Tsa den reichstreuen Adel zur Heeresfolge auf.

Einen Mond später, im Phex, beginnt Ucurian von Rabenmund eine Fehde gegen die Priesterherrschaft der Travia-Kirche. Im Gegenzug belagern die Kirchentruppen die Feste Hohenstein.

Die vom Marschall geforderte Waffenfolge führt am 15. Peraine zur Herrschau auf den weidner Auen. Doch auch wenn zahlreiche Adlige erschienen, entschlossen sich nur wenige mit ins Feld zu ziehen. Das Aufgebot wird geteilt – während die größere Abteilung beim Marschall verbleibt, wird das kleine Aufgebot durch Oberst Fenn Weitenberg von Drôlenhorst angeführt.

Die Belagerung der Feste Hohenstein wird durch die Gänseritter entschieden und Ucurian von Rabenmund muss sich im Ingerimm zurückziehen. In der Mitte des Mondes des Schmiedegottes endet der Feldzug des Marschalls, erneut ist es die Erntezeit die den Bestrebungen ein Ende bereitet. Die Erfolge jedoch sind überschaubar, da viele Adlige ihre eigenen Interessen verfolgen und über die eigentlichen Ziele des Heerbannes stellen. Dennoch wird so mancher für seine Taten geehrt.

In den namenlosen Tagen erhebt sich der Finstermann im Schloss Randolphshall neu. Während sie Flusspiraten nachsetzten stößt erst vier Monde später kaiserliche Patrouille auf die Spuren Tat. Der verlassene Weiler in der Nähe des Schlosses veranlasste die Soldaten zur Annahme einer gemeinschaftlichen Schollenflucht, diese wird jedoch schnell verworfen als am Ortsausgang große Mengen Blut gefunden werden. Die Blutspuren führten die Kaiserlichen zum Blutbad im nahen Lustschloss, wo alle Bewohner des Weilers geopfert wurden. Durch andere Pflichten gebunden konnten sich die Soldaten jedoch nicht weiterer Untersuchungen annehmen, sodass Wulfbrand von Rosshagen, der einstige Geliebte und Nachfolger Baron Wolfrat von Rabenmunds, Glücksritter anheuern musste um den Gräueltaten auf die Spur zu gehen. Im Hesinde 1030 BF wird allgemein bekannt das der Finstermann wieder in Dergelsmund umgeht. Zuvor mussten diese jedoch die zu Untoten erhobenen Dorfbewohner besiegen, der Finstermann entkam ihnen jedoch. Als Anschließend seine Hochgeborenen Wolfrat mit Geweihten aufbricht um eine endgültige Lösung herbeizuführen gelingt die Reinigung, das Schloss bleibt jedoch unbewohnbar.

In Rappenfluhe wird Cordovan von Sturmfels mit dem Edlengut Rappensberg belehnt.

Bereits seit 1028 BF befindet sich die Lanze des Heiligen Orgil in der Obhut des Rondra-Tempels zu Rommilys. Die geweihte Waffe wurde 1020 BF im Auftrag des gratenfelser Landgrafen hergestellt und birgt in seiner Spitze einen Fingerknöchel des Heiligen. Der übergroße Speer mit sich verbreitender, unterarmlanger Stoßspitze und drei Seitenklingen hat einen Schaft aus gehärteter Steineiche und eine Klinge aus wengenholmer Stahl. Ursprünglich hatte die Waffe in der Leibgarde des Landgrafen für Schutz sorgen sollen, da die meisten Nordmärker jedoch erst nach der Schlacht an der Trollpforte eingetroffen waren, wurde sie nie eingesetzt. Um ihren Zweck zu erfüllen, wurde die Lanze einer Delegation zum Schutz eines Passes durch die Trollzacken mitgegeben, ging jedoch mit der Gruppe verloren. Aus Ermangelung an verfügbaren Kräften sieht sich Hochwürden Eborella Bärenpranke von Wehrheim gezwungen Glücksritter zu entsenden.

Anfang des Götterlaufes 1031 BF weilt Marschall Ludalf von Wertlingen zum Rapport in Elenvina. Da kaiserliche und Kanzleibeobachter stets zur Erkenntnis kam das die Lage in der Wildermark nicht so schlimm seien, wie vom Marschall beschrieben, stießen dessen vehemente Forderungen nach zusätzlichen Kämpfern auf Unverständnis. Grund hierfür ist der verfälschte und ungenaue Informationsfluss, durch den Meldungen teils schwer veraltet oder bewusst verfälscht wurden. Nachdem die Lage an der Front persönlich dargestellt worden war, wurde der Marschall nochmals zurückberufen um von ihrer kaiserlichen Majestät vor ihrem Hofstaat zum Prinzen von Greifenfurt erhoben zu werden.

In einer Versammlung der Hesinde-Diener beschließen die Drakoniter Anfang 1031 BF ihren 1027 BF zerstörten Hort in Rommilys nicht wieder zu errichten. Die Pflichten des erst 1025 BF errichteten Ordenshauses sollen derweil nach Perricum übertragen werden. Außerdem wird der Beschluss getroffen eine Legatin für die Wildermark zu benennen, die Wahl fällt auf die hesindegläubige Hexe Purothea Schlangenkind.

Nachdem Travia- und Boron-Kirche mit eigenen Marken belehnt wurden, versuchen auch einige Rondra-Diener die Grundlage für eine Rondramark zu legen. Das Unterfangen der wenigen Anhänger, die Wildermark unter die Schirmherrschaft der Leuin zu stellen, scheitert jedoch an der geringen Zahl, aber auch daran das wichtige Wortführer verfrüht ableben oder durch andere Pflichten nicht für ihre Sache werben können.

Selindian Hal fordert seine Hoheit Jast Gorsam auf sein Mündel Swantje von Rabenmund nach Rommilys zu geleiten, um die Knappin zur Fürstin von Darpatien zu krönen. Doch der Herzog reagiert mit Schweigen auf die Anfrage, sodass am 03. Boron die Krönung in Abwesenheit Swantjes unter dem Amtsnamen Irmegunde II. stattfindet. Ihr Vater, Ucurian von Rabenmund, leistet daraufhin den Amtseid für seine Tochter und wird Regenten, bis zur Volljährigkeit Swantjes, ernannt.

Zum Ende des Götterlaufes siebt der geheime Inquisitionsrat Anshelm Horningen in der Wildermark Häretiker unter den Bannstrahlern aus. Die große Zahl an Beschuldigten führt dabei zu einer unkontrollierten Situation, wobei sich die Abtrünnigen dem ehemaligen Illuminatus von Wehrheim, Albuin den Ketzer, anschlossen.

Ebenfalls im Rahja-Mond tagt der Reichskongress zu Weidleth, wobei Marschall Ludalf selbst fern blieb und auch keinen Vertreter entsandt. Zudem erhebt Baron Rahjadan von Bregelsaum-Rosenbusch zu Rosenbusch Anklage gegen die Kaiserin wegen Hochverrats. Mit ihrer Nichtächtung ihres Bruders, würde die Kaiserin stillschweigend den Thronräuber unterstützen und somit das Reich verraten. Die notwendigen Stimmen für eine Zweidrittelmehrheit kommen bei der geheimen Wahl jedoch nicht zusammen, tatsächlich reichen die Stimmen nicht einmal für eine einfache Mehrheit.

Als sich im Rondra 1032 BF Königin Invher von Albernia im Büßergang vor Rohaja begab, befand sich Swantje von Rabenmund an der Seite ihres Schwertvaters in der ersten Reihe.

In Kuslik bricht im Travia eine Gemeinschaft von Hesinde-Geweihten und Ordensbrüdern und –Schwestern vom Orden der Schlange der Erkenntnis auf um die Phänomene auf dem Mythraelsfeld bei Wehrheim zu untersuchen.

Unweit des Klosters Wolfskopf finden Pilger zum Ende des Ingerimm-Mondes eine schaurige Wahlstatt. Ein Dutzend Waffenknechte, Knappen und Ritter der Gänseritter wurde hier bis auf das Leibchen entkleidet aufs grausamste Massakriert. Drei der Toten gehörte nicht der Gruppe an, einer von ihnen war gar ein Dämonenbuhler – wie sich beim Reinigen der Leichen herausstellte. Als Kronverweser Cordovan von Rabenmund davon erfährt, ordnet er sofort eine stärkere Sicherung des Klosters an.

Im Frühsommer 1033 BF stürzt die Rabenbrücke über die Natter ein, der Handel auf der Reichsstraße zwischen Perricum und Gareth muss sich fortan anderer Wege bedienen. Unter anderem Profitiert die Stadt Rommilys gehörig, die Waren werden bis zur Stadt transportiert und anschließend verschifft – das Stapelrecht der Stadt belebt diese und fördert ihr Wachstum.

Zur Überraschung und Empörung belehnt der Meister der Mark Greifenfurt die Glücksritterin Thargrîm von Arpits mit der Baronie Lodenbach. Eine Anmaßung die auf große Ablehnung stößt und neben eine Protestnote der eigentlichen Baronin auch eine Klage vor dem Reichsgericht in Elenvina mit sich brachte.

Im Phex lässt Marschall Ludalf die Vorkommnisse in der Wildermark untersuchen und überführt seinen Stellvertreter, durch den die Reichsarmee sich die die zu bekämpfenden Kriegsfürsten gebärdete. Der überführte Fenn Weitenberg von Drôlenhorst wird gerichtet, sein Nachfolger wird Bunsenhold vonn Ochs. Durch die Säuberung in ihren Reihen kann das Aufgebot des Reiches ab sofort schlagkräftiger agieren.

Auch wenn sich der Bund bereits mit dem Fall Wehrheim gegründet hat, treten die Mitglieder der Stahlherzen ab 1034 BF vermehrt in Erscheinung. Sich mit ihren Truppen gegenseitig unterstützend tragen die Ritter aus der Region zunehmend zur Sicherung der wehrheimer Lande bei. Künftig greifen sie lieber selbst zu den Waffen, als länger auf Unterstützung zu warten. Ihren ersten großen Sieg können sie erringen als sie bei Barken die Löwin von Lodenbach besiegen.

Seitdem die Rabenbrücke eingestürzt ist verschleppen die Herrn der Traviamark und der Graf von Schlund bewusst einen Neubau. Beide Provinzen profitieren vom Ausfall der Brücke und verdienen gut an den Zöllen.

Bereits zum Ende des Ingerimm-Mondes hebt Ucurian von Rabenmund gemeinsam mit seinen Vettern Goswin, dem Baron von Bohlenburg, und Roderich, dem Vogt von Wolkenried, ein Heer aus und dringt nach Grassingen vor. Im Handstreich erobern sie Rankaraliretena, wodurch Ucurian die Dergelschlaufe kontrolliert – ebenso wie die Kreuzung nach Hartsteen, Wehrheim, Gallys und Rommilys. Besonders überraschend ist das sich Beergard von Rabenmund, die Baronin von Ochsenweide und Enkelin des Thronräubers Answins, sich ihren Vettern anschließt. Somit stehen die Baronien Wolkenried, Bohlenburg, Grassing und Ochsenweide unter der Kontrolle Ucurians, der auch die, zur Söldnereinheit verkommene, Rommilyser Reiterei auf seiner Seite weiß. Gemeinsam mit seinen Leuten fällt Goswin von Rabenmund in Zwerch ein und plündert dort Höfe entlang des Ochsenwassers um die Versorgung der Truppen zu gewähren. Östlich von Ochsenried köpfen seine Männer Wachgänse und schmeißen sie in den Ochsenwasser, wodurch sie nach Rommilys treiben. Der Tod der aus dem Tempel zu Rommilys stammenden Gänse und der damit verbundene Travia-Frevel ruft die Gänseritter auf den Plan.

Während Ucurian von Rabenmund auf dem Weg nach Berler ist um Eroberungen im Herzen von Königsweber durchzuführen, wird er vom Marschall aufgehalten. Unterstützt wird Ludalf von Wertlingen durch Burggraf Wolfhelm, Pfalzgraf Ugdalf von Löwenhaupt-Hauberach und Graf Danos von Luring. Eine Aufgabe schlägt der Rabenmunder jedoch aus, solange nicht seine Tochter Swantje ihr rechtmäßiges Erbe in seiner alten Form durch die Kaiserin verliehen bekommt. Nachdem seine Truppen geschlagen wurden, muss sich Ucurian zurückziehen. Beergard von Rabenmund gerät während der Kämpfe in Gefangenschaft, wird anschließend aber als Botin wieder freigelassen.

Im Praios 1035 BF sammeln sich die Gefallenen von Wehrheim hinter dem „Marschall der Seelen“ dem verschiedenen Marschall Geldor von Eberstamm-Mersingen und rufen nach dem Kaiser. Dieser soll sein Versprechen erfüllen und sie in eine letzte Schlacht führen.

In einer schändlichen Tat wird, ebenfalls im Praios, dem Kronverweser die Zunge herausgeschnitten. Als seine neue Stimme ernennt er Schwester Travinia von Firunslicht, die Niobella Ehrenfels in ihrer Aufgabe ablöst. Bereits zum Ende des Vorjahres war diese von ihren Pflichten entbunden worden.

Die Traviamark übernimmt in Rankaraliretena wieder die Herrschaft. Unklar bleibt ob dies auf diplomatischen Wege nach der Niederlage Ucurians bei Berler erfolgte oder mittels Gewalt. Für mehr Sicherheit schließt im Rondra-Mond der Kronverweser zudem ein Bündnis mit dem Orden des Heiligen Zorns der Göttin Rondra, die Übereinkunft soll den Schutz an der unsicheren Grenze zur Wildermark gewährleisten. Dort brechen erneut Kämpfe aus, Zweimühlen steht in Flammen und auch andere Weiler werden von Söldnern gebrandschatzt.

Um zumindest an einer Front für Ruhe zu sorgen, weilt zu dieser Zeit Ludalf von Wertlingen in Hartsteen um mit Ucurian von Rabenmund einen Frieden zu verhandeln.

Im Boron 1035 BF treffen erneut Kaiserliche und Falkenbund vor Wehrheims Mauern aufeinander. Im Ehrenhaften Duell treten je 12 namenhafte Vertreter beider Fraktionen aufeinander um eine Entscheidung vor dem Wintereinbruch herbeizuführen. Ludalf von Wertlingen unterliegt und verstirbt, ebenso wie Wolfhelm von Bregelsaum.

Inmitten des Winters kommt Swantje von Rabenmund in Begleitung von Graf Hagrobald vom Großen Fluss und loyalen Rittern im Firun-Mond in die Wildermark. Viele Gefolgsleute ihres Vaters laufen zu ihr über und unterstützten sie bei ihrem Kampf. Nachdem Swantje ihrem Vater vorwirft ihren Namen für seine Taten missbraucht zu haben, zieht sich Ucurian zurück da er nicht gegen seine Tochter ziehen möchte.

Mit dem Frühling greift die Kaiserin ab Phex 1035 BF mit ihrem Heer in die Kämpfe um die Wildermark ein. Unzählige Scharmützel werden folgen, eh es zu einer Entscheidung kommt. Kaiserliche und die Söldner der Lutisana von Perricum reiben dabei die kleineren Kriegsfürsten zwischen sich auf, bis im Ingerimm das lang ersehnte Finale eintritt. Die ‚märkische Schlacht‘ sichert endgültig die kaiserliche Vorherrschaft in der Region.

Mit dem Ende des Ingerimm-Mondes bricht in Albernia ein Zug von 150 Waffenträgern und 75 Trossleuten auf um im Kampf um die Wildermark mitzuwirken. Am 30. Rahja 1035 BF erreichen sich Wehrheim. Als sie am 06. Praios im kaiserlichen Heerlager bei Gallys ankommen ist der Feind bereits geschlagen, versprengt und auf dem Rückweg in die Schwarzen Lande. Mit der Aufgabe die Baronie Rammholz zu befrieden bricht der Zug auf. Am 10. Praios haben sie das feindliche Aufgebot von rund 100 Mann bis Schwarzenborn, einem wehrhaften Haufendorf, bei der Ruine der Feste Boronia zurückgedrängt. Sechs Praiosläufe später sind sie zurück im Heerlager.

In der Wildermark entsteht nach dem Jahr des Feuers ein Machtvakuum. Weder können die Heptarchenreiche das Land erobern noch kann das Fürstenhaus in Rommilys in dieser Zeit hier seinen Machtanspruch durchsetzen. In der Folge entsteht ein unüberschaubares und vielschichtiges Durcheinander. Mancherorts gelingt es Baronen, sich in ihrer Baronie - ganz oder teilweise - zu behaupten und eine vergleichsweise sichere Oase im chaotischen Umland zu sichern. Andernorts greifen Söldnertruppen, Warlords, versprengte Truppenteile des kaiserlichen oder answinistischen Heeres, Rotpelze oder andere lokal nach der Macht. Erst im Verlauf mehrerer Jahre kann die Ordnung mühsam wieder hergestellt werden.

In den Baronien Gallys und Friedwang gelingt es nach und nach, die widerstreitenden und nicht den Heptarchen folgenden Gruppierungen zu einigen und ihr Land zu befrieden (siehe auch Der Schatz der Mallachai)

In Schlotz vereinen sich mehrere lokale Edlen zum Bund des Alten Schlags. Zusammen gelingt es, den Griff transysilischer Söldner nach der Herrschaft zurück zu weisen. Der vormalige Baron, Tsafried von Schnayttach, wird unter Vorwurf der Kollaboration mit den Transysilianischen Söldnern erschlagen.

Im allgemeinen Herrscht über mehrere Jahre hinweg eine Zeit des Chaos und ohne geordnete Machtstruktur.

 

Die Rückkehr des Rabenkaisers (1028 BF)

Überraschend tritt Answin von Rabenmund am 12. Rondra 1028 BF wieder auf die Bildfläche, als er mit seinem Heer eine Greifenfurt belagernde Streitmacht der Orks zerschlägt.

Im Efferd machen Gerüchte den Bewohnern der besetzten Gebiete neuen Mut. So erreicht Mitte des Mondes die Nachricht, der Kaiser wäre zurückgekehrt, Gallys.

Am 14. Efferd erreicht Rohaja von Gareth die Hauptstadt des Reiches und offenbart damit dass sie noch immer lebt. Eine Woche später bricht sie gen Rommilys auf um Fürstin Irmegunde im Kampf um die Feste Hohenstein und die Stadt Rommilys beizustehen.

Im Fernen Albernia befehligt der Reichsoffizier und Darpate Wyndor von Firunslicht das Garderegiment der Abilachter Reiter und widersetzt sich gleichermaßen dem Reich und Königin Invher.

Im Efferd erreicht der Heerzug Answins, der von der brillanten Heerführerin Lutisana von Perricum geführt wird, Burg Rabenmund, diese wird durch Gefolgsleute der Schattenlande belagert. Nachdem Eingeschlossene und Flüchtlinge aus dem Umland gerettet wurden, kommt es am 26. Und 27. Efferd 1028 BF zur Schlacht um die Burg.

Nach dem Sieg weiterziehend gelingt es Answins am 01. Travia auch Wehrheim aus den Händen der Dämonenbuhler zu befreien.

Auch von der Befreiung von Burg Rabenmund und Wehrheim erfahren die Leute, wobei je nach Quelle Answin von Rabenmund oder der verschollene Kaiser Hal als Heilsbringer verkündet werden. Als die Mittelreicher letztlich auf Gallys marschieren weht neben dem Banner des Reiches, der Golgariten und der Rondra-Kirche kein Banner des Hauses Gareth, sondern Answins Rabe. Wenige Tage nach dem Sieg zieht das Heer jedoch weiter, gen Boronia und zur Trollpforte.

Im Herbst 1028 BF finden die Zwerge einen geeigneten Stützpunkt für ihre geplante neue Festung. Statt gänzlich von Vorn zu beginnen können sie eine alte Anlage mit Zwergenhand für Zwerge um- und ausbauen. Die ehemaligen, gewaltigen Ruinen in den südlichen Trollzacken tragen fortan den Namen Okdrâgosch, Schwarzdrachenwacht.

An der Feste Hohenstein angelangt gelingt es Rohaja von Gareth den Belagerungsring zu durchbrechen und zur eingeschlossenen Fürstin vorzudringen. Gemeinsam beraten die Frauen bis kurze Zeit später das Schwert der Schwerter, samt Truppen eintrifft. Am 08. Travia erobert das Heer der drei Heerführerinnen unter hohen Verlusten Rommilys zurück. Asmodeus konnte nur zurückgedrängt, nicht aber besiegt werden. Eine Feuerlanze die Ayla von Schattengrund gegolten hatte, tötet ihren Leibdiener Ucurian von Quellensprung der sich todesmutig in die Attacke wirft. Unter großem Jubel zogen die Sieger in die Stadt ein, besonders erfreut war man über die Unversehrtheit des Travia-Tempels.

Durch Answins erneuten Griff nach der Krone heben Rohaja und Ayla von Schattengrund alle Truppen aus die Seitens des Reiches und der Kirche mobilisiert werden können und brechen bald wieder auf. Zum Schutz der Stadt verbleiben die Helden von Gareth, Alrik vom Blautann und die Fürstin selbst mit ihren Truppen in den Stadtmauern. Als Answin sich Königin Rohaja verweigert, wird er von der Familie verstoßen.

Am 13. Travia 1028 BF befreit der Rabenkaiser Boronia, den Kampf an der Trollpforte am 25. lässt er unter den Geboten Rondras austragen. Da die magisch Begaben somit keine Zauber wirken dürfen, zahlt das Heer einen hohen Blutzoll.

Im Boron übergibt Leomar vom Berg die Befehlsgewalt über die Reichstruppen an Answin von Rabenmund. Derweil zieht sich der Belagerungsring um Rommilys wieder enger zusammen, zu den Belagerern gesellt sich der schwarztobrische Baron Yelnan von Dunkelstein. Der aufziehende Winter bringt Hunger und Kälte, genauso wie Tod und Verderben über Bewohner und Belagerer. Kaum einer kann sich erinnern wann ein Winter das letzte Mal derart Arg das Land gebeutelt hat.

In Abwesenheit der Königin marschiert Answin im Hesinde mit seinem Heer in Gareth ein, übernimmt die Kontrolle und requiriert die verbliebenen Vorräte.

Am 11. Hesinde durchbricht Rohaja von Gareth ein weiteres Mal einen Belagerungsring, diesmal den um Rommilys. Bei den Belagerten angekommen, schöpfen diese neuen Mut. Letztlich ist es jedoch ein Travia-Wunder das die Stadt rettet. Der grimme Winter setzt den Belagerern ungemein zu, während die Bewohner der Stadt regelmäßig ihre Rationen aus dem Travia-Tempel erhalten. Zu Tode erschöpft und von Erfrierungen gezeichnet laufen daraufhin Söldner über und schwächen somit das Belagerungsheer. Als im Tsa der endgültige Sieg über die Belagerer errungen werden kann, geschieht dies nur unter hohen Verlusten. Zu den Toten zählt auch Fürstin Irmegunde selbst, deren Tod dazu führt das sich das Haus Rabenmund im Kampf um ihre Nachfolge in internen Machtkämpfen selbst zerfleischt. Auf der einen Seite wollen Ismena und Ucurian von Rabenmund ihr Testament durchsetzten und damit Ucurians Tochter Swantje zur neuen Fürstin machen, auf der anderen Seite kann Barnhelm mit der Besetzung des Fürstenpalastes zum Ende des Tsa-Mondes fiele Unterstützer für sich begeistern.

Auch noch im Phex hält Firun den grimmen Winter aufrecht. Sein eisiges Leichentuch liegt über dem gebeutelten Land ausgebreitert und zieht sich aus dem hohen Nord bis zum Yaquir herab. Städte, Straßen und Häuser sind unter den weißen Massen begraben und angeblich sollen ganze Flüchtlingszüge in der bitteren Kälte erfroren sein. Nachdem die Vorräte aufgebraucht waren, aßen die Leute ihre Haustiere, bevor sie letztlich übereinander herfielen. Unliebsame Nachbarn wurden, genauso wie Fremde überfallen und um ihre Kleidung, Vorräte und Feuerholz gebracht – zur Not wurde dafür gar ihre Häuser niedergerissen. Doch ein Gutes hat all das, denn durch die Kälte können sich keine Seuchen ausbreiten und die meisten Kampfhandlungen sind zum Erliegen gekommen.

Dennoch tobt im Verborgenen der Kampf im Haus Rabenmund. Als Anfang Phex der Vertraute Ucurians, Junker Wilderich von Rabenmund, ermordet wird, deutet erst vieles auf die Schergen des Paktieres Asmodeus hin. Bald jedoch erwächst der Verdacht das Answin von Rabenmund selbst dahinterstecke. Auch weitet sich der Konflikt aus, so werden wohlhabende Bürger und Adelsfamilien mit hineingezogen. Einen Vermittlungsversuch durch die Travia-Kirche lässt Barnhelm jedoch platzten, angeblich dadurch das er die anderen damit Brüskierte, dass nur ein starker und entschlossener Regend die Lage regeln können und nur er dieser Mann sein könnte.

Eine kurzfristige Besserung des Wetters erlaubt es Rohaja von Gareth Anfang Phex auf Gareth zu marschieren. Doch auch Untote ziehen auf die Stadt, derweil legt sich schwarzer Staub auf den Schnee. Am 12. Phex 1028 BF errichtet Rohaja ihr Feldlager auf den Avesfeldern östlich der Stadt. Das Banner über dem Feldherrnhügel erblickend strömten die Bürger der Stadt herbei und teilten das wenige das sie haben, allen voran das Südquartier war hier vertreten.

Still stehen sich die Truppen gegenüber, Garether gegen Garether, Königin gegen Usurpator. Hart wird die Schlacht gefochten, doch gegen Mittag droht Rohaja zu unterliegen. Ihre Landwehr ist trotz beherzten Kampfes eingebrochen, zwei Banner zwergischer Armbruster hatten ihre Reiterei zu großen Teilen zusammengeschossen und dennoch gelingt es ihr, ihre Truppen unter ihrem Banner zu sammeln. Es ist der 15. Phex als Kaiser Hal zurückkehrt. Seine Truppen reiten direkt auf den Feldherrnhügel Answins zu, die Goldene Lanze, die ihn hatte aufhalten sollen, erkennt den Kaiser und lässt ihn erst passieren um sich ihm direkt anzuschließen. Von Hal gestellt, will sich Answin noch immer nicht ergeben. Die Klinge Hals im Leib, will Answin den Kaiser mit ins Grab nehmen und rammt ihm ebenfalls die Klinge in den Körper, doch Hal löst sich einfach vor dessen Augen auf. Anschließend legt sich Dunkelheit auf das Land. Der schwarze Staub wirbelt auf und die Toten brechen aus dem Boden, als gleichzeitig Rhazzazor erscheint. Am Ende der Kämpfe ist Answin von Rabenmund tot, Kaiser Hal wurde entrückt und die Königin ist schwer verletzt.

Ende des Phex-Mondes erheben sowohl Königin Rohaja als auch ihr jüngerer Bruder Selindian Hal Anspruch auf die Kaiserwürde.

Mit dem Tod des Vaters, besteht Barnhelm von Rabenmund nur umso vehementer auf seine Ansprüche am Fürstentum Darpatien.

Im Peraine lädt Reichsregend Jast Gorsam zum Hoftag auf Burg Rudes Schild um die aufgekommene Kaiserfrage zu klären. Noch immer zerfleischen sich die Rabenmunds, diverse Mordanschläge, die sich keiner Partei mehr zuzuordnen sind, werden verübt. Einen Gipfelpunkt erreicht der Streit Mitte Peraine, als das Hotel Rabenmund in Rommilys Opfer der Flammen wird.

Als am 09. Ingerimm die sehr beliebte darpatische Kanzlerin Ismena von Rabenmund ermordet wird, bringt ihr Tod Ucurian viele Unterstützer ein. Mit dieser Unterstützung gelingt es ihn den Fürstenpalast zurückzuerobern, Barnhelms Getreue können jedoch fliehen.

Als sich am 12. Ingerimm jeweils rund 150 Streiter Ucurians und Barnhelms vor den Toren von Rommliys bekämpfen, lässt das Heilige Paar die Tore der Stadt durch die Gänseritter verschließen und verweigert den Kontrahenten den Zutritt zur Stadt. Die stärker angeschlagene Gruppe Barnhelms zieht sich gen Firun zurück, Ucurian aber zieht mit seinen Waffentreuen zur Feste Hohenstein.

Das Fürstentum im Belagerungszustand (1022 – 1027 BF)

Nachdem sich der darpatische Truchsess und Baron zu Dergelsmund, Ludeger von Rabenmund als Schlichter versucht hat, sahen sich viele Albernia in ihrer Ehre verletzt. Als er daraufhin im Efferd und Travia 1022 BF zum Turnier ins ferne Fürstentum reist ergreift Baron Conail von Crumold die Gelegenheit beim Schopf und forderte den Darpaten. Nachdem sein Sattelgurt im ersten Durchgang riss, focht Conail wie ein Berserker und zwang Ludeger von Rabenmund somit ernst zu machen. Ein mit voller Kraft geführter Hieb mit dem Rabenschnabel sprengt das Kettenhemd seines Kontrahenten und führte zu dessen Ableben.

Mit geringer Begeisterung feiert man im Travia die Krönung von Rohaja zur Königin von Darpatien in Rommilys. Das Volk ist Kriegsmüde und der Adel fühlt sich bei der Verteidigung des Landes im Stich gelassen. Neben den Feierlichkeiten nahm Fürstin Irmegunde die Barone von Friedwang und Mistelhausen später in ihren Hausorden auf.

Im Boron spitzt sich die Lage weiter zu, die Flüchtlingslager in Rommilys und Wehrheim sind inzwischen derart überfüllt das man die Tore schließen muss. Den Menschen bleibt nun nichts anderes mehr übrig, als ihr Heil in den zentralen Provinzen zu suchen.

Am 30. Hesinde erschüttert die die Blutnacht von Rommilys das Fürstentum.

Erstmals wird gegen Mitte des Jahres ein dämonischer Baum im Edlengut Agrawein, in der Baronie Rosenbusch, entdeckt, insgesamt werden in 11 Baronien diese Bäume gesichtet. Einem Treffen von Adel, Klerus und Pfeilen des Lichts aus Gallys auf Burg Agrawein ist zu verdanken, dass dieses Unheil gebannt werden konnte. Letztlich waren Geweihte eines jeden der Zwölfgötter notwendig um die Bäume in einem gemeinsamen Götterdienst zu vernichten. Als Konsequenz aus den Erlebnissen wurde daraufhin in Agrowein ein ständiges Konzil eingerichtet, dem die Sichtung der Bäume zu melden ist, das alle Fälle dokumentiert und sich um deren Vernichtung bemüht.

Als Gast des herzoglichen Hoftages in Gratenfels erhebt Truchsess Ludeger von Rabenmund Klage gegen den Schwager des Landgrafen. Den Indizien folgend, die er während der Suche nach dem entführten Landgrafen sammelt, trachtete Oldebor Greifax demnach den Landgrafen nach dem Leben um selbst dessen Erbe anzutreten.

Feindliche Truppenbewegungen im Peraine-Mond führen zur Verlegung von Truppenverbänden. Die Garderegimenter „Raul von Gareth“ und „Greifengarde“ werden in den Grafschaften Wehrheim und Ochsenwasser stationiert, darüber hinaus wird der Schutz von Rommilys verstärkt.

Im Ingerimm 1022 BF weiht der Rabe von Punin persönlich das Mahnmal Boronia an der Trollpforte ein.

Die Blutnacht von Rommilys aufarbeitend halten Rohaja von Gareth, Reichsbehüterin Emer, das Heilige Paar, Fürstin Irmegunde und Wolfhelm von Pandlarin-Bregelsaum Klausur. Erneut wollen sich die Oberhäupter der verfeindeten Häuser die Hände reichen und rufen ihre Angehörigen, die die Blutnacht miterlebt hatten, zum Pilgerzug nach Travingen auf. Außerdem wir die Gründung der Gänseritter beschlossen, ebenso wie die Übergabe der Stadt an die Travia-Kirche für vier Götterläufe – Stadtvogt Godefried von Görz-Wildwasser übergibt hierfür den Schlüssel der Stadt.

Am 15. Ingerimm brechen die beiden Oberhäupter mit vielen Familienmitgliedern auf, als Zeichen ihrer Pilgerreise tragen alle Teilnehmer orangefarbene Schärpen. Ihre Route verläuft erst vier Tage zu Fuß bis Wehrheim und dann weiter gen Barken zur weidner Grenze. Herzlich heißt Herzogin Walpurga die Adligen auf der Bärenburg in Trallop willkommen. Von der Reichsfeste Mandelîhr wird der Zug von Wehrvogt Pagol von Löwenhaupt bis zur Reichsgrenze geleitet. Mitte Rahja setzten sie über den Rathil und verlassen damit das Reich. Über die Rote Sichel erreichen sie grade noch Traviingen bevor sie die Namenlosen Tage bei Eisstürmen im Schutz des Ortes verbringen. Vier Praiosläufe später beginnt die Rückreise, wobei eine der Tempelgänse die Kutsche der Fürstin nicht verlassen will und deshalb mit gen Rommilys reist. Erst Anfang Rondra 1023 BF ist die Fürstin wieder auf darpatischen Boden, zieht sich nach einem kurzen Besuch in Rommilys jedoch auf ihr Schloss in Neuschwanen zurück.

Anfang des Ingerimm-Mondes kommt der Wahrer der Ordnung Pagol Greifax nach Darpatien. In Wehrheim trifft er neben Brin von Rhodenstein, auch Landvogt Welferich von Bregelsaum-Berg, Stadtvogt Roderich von Quintian-Quintian und der Illuminata Lucana Lanzenschäfter auch auf die Pilger aus dem Zug der Fürstin. Wegen der Durchziehenden Pilger hatte der Stadtvogt gar die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt erhöhen lassen. Nach einem Besuch auf Burg Auraleth zog Pagol Greifax mit der Landkanzlerin Ismena von Rabenstein weiter gen Rahja. Während er sich in Gallys die Lage an der Trollpforte und der Front durch den Cronfeldherr Wolfrat von Rabenmund erläutern lässt, verbringt er den Jahrestag des Sieges über den Bethanier in Friedwang, wo er die St.-Alborans-Siegesbasilika einweiht. In Oppstein wird Parinor R. von Oppstein als ordentlicher Inquisitionsrat der Schwarzsichellande bestätigt. Gemeinsam mit dem Baron wird Parinor aber auch zu mehr Wahrhaftigkeit gemahnt, nachdem dort nur kurze Zeit vorher eine Hexe öffentlich verbrannt worden war. In Mistelhausen begrüßt Baronin Dythlind von Bregelsaum die Aufhebung eines priesterkaiserlichen Interdiktes zum Verbot von Praiosdiensten, während deren Herrschaftszeit war die Baronie kurzzeitig Sitz des Wahrers der Ordnung gewesen. In Rosenbusch besucht seine Eminenz den dämonischen Baum im Edlengut Agrowein. Den Sichelhag verlassend, wird anschließend das fruchtbare Weideland bereist. In Grassing besucht die Gesellschaft das Flüchtlingsdorf Neu-Ysilia, das knapp einen Götterlauf zuvor dem Raub dämonischer Flammen zum Opfer gefallen war. Dabei wird der Bann, das niemand ohne Erlaubnis der Praios-Kirche diese Stätte betreten dürfe, bestätigt. Anschließend geht es auf dem Dergel und Ochsenwasser weiter nach Rommilys. Hier beratschlagt sich der hohe Praios-Diener sieben Praiosläufe lang mit dem Oberhäuptern der Travia-Kirche und anderen Würdenträgern der Region. Themen waren unter anderem die Neugründung des Beilunker Rechtsseminars in der Stadt, aber auch eine Unterhaltung mit Spektabilität Praiodana Werckenfels, wobei disputiert wurde den Magiern der Weißen Gilde den Zutritt zu Tempeln und Götterdiensten des Götterfürsten zu gestatten. Erst kurz vor den Namenlosen Tagen, am 25. Rahja, bricht der Wahrer der Ordnung auf um in die Nordmarken zurückzureisen.

In Meidenstein, wird Waliburia von Stannitz-Schnattermoor 1023 BF als Junkerin von Groß Donnersfelden bestätigt.

Seit dem Einfall der Schwarzen Horden in Tobrien stehen die Druckpressen im Kaiserlichen Propagandainstitut nicht mehr still. Unentwegt werden in Wehrheim verschiedenste Flugblätter zur Mobilmachung, Motivation und sonstiger militärischer Belange gedruckt.

Nach Übergriffen gegen magisch Begabte äußerst sich die puniner Spektabilität feindselig, in einem offenen Brief beschwert sich Fürstin Irmegunde im Praios 1024 BF anschließend über die unangebrachten Worte.

Über den gesamten Praios-Mond sind Wolken und Regen in Region eine Seltenheit, nur dank Dergel, Ochsenwasser und Darpat ist ausreichend Feuchtigkeit vorhanden um ein verdorren des Landes zu verhindern. Bereits während des Ingerimm-Mondes hatte die Dürre begonnen, doch auch wenn es zu keinen gravierenden Ernteausfällen gekommen ist, so fehlt es dennoch an dringend benötigten Überschüssen um die vielen Flüchtlinge zu versorgen. Ein Ende hat die Wetterperiode erst als am 25. Praios ein schweres Gewitter über die Trollpforte kommend ins Land zieht. Das Unwetter zog auch über Schloss Randolpfshall, wo zu dieser Zeit der Adelsrat tagte.

Im Travia wird in Rommilys eine von Stanizzo di Toro organisierte große Handelsmesse von der Fürstin eröffnet. Ein großer Erfolg für Aussteller und angereiste Händler, sodass die Messe fortan jährlich von 09. bis 17. Travia abgehalten werden soll. Dem Versuch Xeraans Hand an den Marktvogt, den Vogtvikar und die Tochter di Toros zu legen, konnte glücklicherweise einhaltgeboten werden.

Seitdem die Nordmarken Herzogin Walpurga erfolgreich gegen den Usurpator beigestanden haben besteht noch immer Unruhe, auch weil die nordmärker Truppen weiterhin in Weiden stationiert sind. Um das weitere Vorgehen zu verhandeln treffen sich Mitte Hesinde 1024 BF Delegationen aus beiden Herzogtümern in Rommilys auf neutralen Boden.

Anfang Peraine bricht der Zug der Wildgänse gen Perainefurten auf. Der in Rommilys startende Hilfszug fällt vor allem durch seine schiere Größe und hohe Zahl ihn begleitender Geweihter aus dem gewohnten Bild.

Durch den im Hesinde zwischen Nordmarken und Weiden vereinbarten Vertrag, sieht sich das gebeutelte Fürstentum im Hintertreffen und ist bemüht schnellst möglich selber nützliche Verträge zu treffen. Größter Hoffnungsschimmer ist dabei Junker Edric von Firunslicht der bereits längere Zeit darauf verwendet hatte ein solches Vertragswerk zur Reduzierung von Handelsschranken mit dem Kosch zu vereinbaren.

Der Seitensprung des Gemahls der rappenfluher Baronin führt zu einem Streit zwischen den Kirchen der Traiva und Rahja. Angefangen bei den Geweihten am Baronshof, Vater Gänselieb Kuhlmann und dem Lehrer der Leidenschaft Rahjadan Hilligon, eskaliert der Streit über die Grenzen der Baronie heraus bis nach Rommilys. Als die Gänseritter dort die Rahja-Diener, um die rommilyser Gastgeberin der Leidenschaft Lyriell, aus der Stadt werfen wollen, kommt es zu gewalttätigen Übergriffen und ein Rahjanie verliert sein Leben. Ein Frevel der vom wehrheimer Amtsbruder Lyriells und auch durch die reisende Geweihte Irianora Liliensang schwer verurteilt wird.

Als Lutisana von Perricum ende Rondra 1026 BF von Perainefurten nach Rommilys verlegt werden soll, gelingt ihr die Flucht aus der Obhut der Kaiserlichen.

Nach einer Vision legt Markgraf Throndwig von Bregelsaum seine weltlichen Ämter im Travia 1026 BF nieder und gründet den Heiligen Orden der drei guten Schwestern von den Feldern.

Im Boron erobert Lucardus von Kemet mit seinem warunkischen Heer einen Teil des Arvepasses, Fürstin Irmegunde ruft daraufhin die Landnot aus und bereitet sich auf eine Belagerung vor. Der Greif Herofan, Wächter der östlichen Trollzacken, gilt als verschwunden und so sammelt Crongewaltvogt Aldron von Firunslicht Landwehr und Baroniebüttel an seiner Seite. Cronfeldherr Wolfrat von Rabenmund rückt derweil von Gallys näher an die Trollpforte heran.

Im Sichelhag geht derweil das Gerücht von Untoten um, besonders hartnäckig hält sich die Mär in der Baronie Mistelhausen.

Im Winter 1026 BF desertiert die Hälfte des albernischen Heeres um in die Heimat zurückzukehren. Während ihr Marschall versucht sie einzuholen entsendet Reichsmarschall Leomar vom Berg Ugo den Blutigen um den Flüchtigen nachzustellen. Nach einer blutigen Schlacht nördlich von Gareth macht er seinem Namen alle Ehre und lässt jeden zehnten Gefangenen noch vor Ort hinrichten. Die restlichen albernischen Truppen treibt er zum darpatischen Arvepass.

Mit dem Ende des Hesinde-Mondes, endet auch die vierjährige Obhut der Stadt Rommilys im Schoß der Travia-Kirche. Nicht jeder ist von der Aussicht auf einen erneuten Wechsel erfreut und so sind bereits im Vorfeld Spannungen auszumachen. Als Burggraf Wolfhold von Pandlarin-Bregelsaum bei der Begrüßung der Gänseritter von einem Pfeil niedergestreckt wird, droht augenblicklich eine zweite Blutnacht. Wieder formieren sich die Häuser Bregelsaum und Rabenmund, das Volk greift zu den Waffen und schürt somit die Unruhe nur noch weiter. Gleichzeitig reagiert die Stadtwache nur sehr träge, dass das Schnellgericht der Hohen Fürstlichen Richterin Silvana von Aschenfeld, durch dass die gefassten Täter freigelassen werden, sorgt für ein weiteres Anheizen der Stimmung. Doch auch wenn Landvogt Roderich von Rabenmund und Ritter Adobert von Bregelsaum-Eschenbrunn schwer aneinander geraten, so gelingt es doch die Lage rechtzeitig zu klären. Die schnell durchgeführten Ermittlungen förderten zu Tage dass Baronin Silvana von Aschenfeld und Mitglieder des darpatischen Geheimdienstes die Blutnacht heraufbeschworen haben und nun in einem zweiten Anlauf versuchten die beiden rivalisierenden Häuser endgültig zur gegenseitigen Vernichtung anzustacheln.

So kann am 30. Hesinde die Stadt endlich wieder unter die Kontrolle der Fürstin gestellt werden. Stadtvogt Godefried von Görz-Wildwasser wird, angesichts seiner hohen Beliebtheit, im Amt bestätigt, während Oldebor von Weyringhaus die Kontrolle über die Truppen und Stadtwaffe in Rommilys erhält, ausschlaggebend für diese Entscheidung war der Fakt das Oldebor keinem der beiden Häuser verbunden ist.

Die fortschreitende Schneeschmelze abwartend wehen Anfang Phex die Banner zu Bergthann am Fuße der Trollzacken. Überraschend wird das fürstliche Aufgebot durch Bannstrahler unter Ucurian Jago, Garetier und Nebachoten unter dem Kommando des Barons von Brendiltal unterstützt. Bereits früh zeigt sich der Feind und lockt die Truppen mit Hilfe untoter Harpyien ins Verderben und den Tod, doch die Kunde das Arveburg und Burg Leuenfels noch immer in der Hand der Verteidiger sind überstrahlt die dadurch verursachten Unsicherheiten. Als die Kaiserlichen einen ersten Ansturm auf die Belagerer ausführen, verläuft dieser sehr gut – bis Untote in das Kampfgeschehen eingreifen und das Heer schwer bedrängt. Das entschlossene Einschreiten der Golgariten, die erfüllt von heiligem Zorn unter den Kreaturen wüten, kann ein umschlagen des Schlachtenglückes verhindern. Letztlich ein Sieg, ein blutig erkaufter! Unter anderem werden die im am Arvepass verbliebenen albernischen Truppen fast völlig aufgerieben.

Nur wenige Tage nach der gewonnenen Schlacht ziehen die Bannstrahler, die Golgariten und zwei Lanzen Rondra-Geweihte gen Beilunk, um der eingekesselten Stadt Entsatz zu stellen.

Gleichzeitig wird die Befreiung des wichtigen Passes auch von der See aus vorangetrieben. Eine kleine Marineeinheit unter dem Cron-Marine-Adjutor Redenhardt von Oppstein greift einen wichtigen Stützpunkt der götterlosen Piraten in der Baronie Trollnase an und räuchert das Piratennest aus. Kleine Verbände, darunter auch Ritter des Ordens des Heiligen Zorns, landeten bei Bergthann und Vellberg an und eroberten in einem mutigen Angriff den Stützpunkt von dem aus Seeräuber Beilunk belagerten. Als Erstes setzte eine Landungseinheit die Geschütze außer Gefecht, wie sich herausstellte ein wichtiger Schachzug da kurze Zeit später die darpatische Marine drei xeraanische Schiffe abwehren musste die dem Stützpunkt zur Hilfe geeilt waren.

Bereits im vergangen Tsa legte Landgraf Golambes von Gareth-Streitzig sein Amt als kaiserlicher Marschall Darpatiens aus persönlichen Gründen nieder. Es dauert bis 1027 BF bis Fenn Weitenberg von Drôlenhorst-Rabenmund, der Baron von Ingerimms Steg, mit ausdrücklicher Fürsprache der Fürstin dem Landgrafen im Amt als Marschall nachfolgt. Wichtigste Aufgabe des neuen Marschalls ist der Wiederaufbau der dezimierten Garderegimenter. Stabsbefehliger wird Wallbrord von Löwenhaupt-Berg, der für die Reorganisation der kaiserlichen Truppen in Weiden erst kürzlich mit den Kaiser-Rauls-Schwertern in Gold geehrt wurde.

Im Rahmen eines Turniers in Wehrheim während des Rondra-Mondes verkündet der neue Marschall den Wiederaufbau der 2. Wehrheimer Garde – diese war einst bei der 3. Dämonenschlacht fast vollständig aufgerieben und anschließend aufgelöst worden.

Im Travia tobt ein Albtraumhaftes Gewitter über Rommilys. In derselben Nacht plündert Rhazzazor den Boron-Anger der Stadt, zwei Golgariten die auf dem Anger Wache hatten verschieden als sie aus großer Höhe vom Drachen auf den Greifenplatz fallengelassen worden.

Nach einem dreitägigen Gebet in Boronia fordert die Reichsbehüterin den untoten Drachen zum Duell vor der Trollpforte heraus, dieser erscheint jedoch nicht und sieht in der Folgezeit von Flügen über das Neue Reich ab.

Zu Ehren des Heiligen Travinian findet in Rommilys ein großes Fest statt, viele Pilger sind deshalb extra in die Stadt gereist. Persönlich treten die Fürstin und ihr Cronrat vor das Heilige Paar, als sie anschließend nach einem Orakelspruch den Tempel wieder verlassen tragen sie alle bleierne Mienen zur Schau. Auch wenn Fürstin Irmegunde versucht das Volk zu beruhigen, bleibt Unsicherheit in den Gemütern zurück.

Am ersten Boron versammeln sich viele hochrangige Golgariten auf Burg Mersingen.

Zum 40. Jahrestag der Schlacht von Jergan kommen die wenigen überlebenden Veteranen der Maraskan Eroberung auf Burg Karmaleth in Wehrheim zusammen.

Am helllichten Tag greift Rhazzazor Anfang Boron 1027 BF Burg Auraleth, den Hauptsitz der Bannstrahl Ordens, bei Wehrheim an. Zwei Dutzend Geweihte stimmten, kaum das Alarm geschlagen wurde, heilige Choräle an, während der Drachen anschließend donnernd über den Burghof flog, zerfielen seine Schuppen unter einigen abgeschossenen Pfeilspitzen.

Im Morgenlicht hüllen die Schwingen Rhazzazors Burg Rabenstein ein, während er die Ritter und Wächter von Vogt Roderich von Rabenmund in sein schwarzes Höllenfeuer einhüllte.

Um ihre Kräfte über die Wintermonde zu schonen ziehen sich viele Truppen im Hesinde 1027 BF in ihre Winterquartiere in Wehrheim, Rommilys und Gallys zurück. Zuvor hatten sie unwegsame Regionen entlang der Grenze bewacht. Die wenigen weiterhin dort stationierten Truppen harren frierend und schlecht versorgt an Sichelstieg, Trollpforte und Arvepass aus. Um ein weiteres Abfallen der Motivation innerhalb der Truppen zu verhindern lassen Marschall Boronian von Rommilys, Befehlshaber der Gardetruppen, und der kaiserliche Marschall Fenn Weitenfeld von Drôhlenhorst-Rabenmund die Männer bei Schnee und Eis exerzieren.

Beim Grafenkonvent im Firun, sind auch Fürstin Irmegunde und Kronverweser Dschijndar von Falkenberg-Rabenmund in Gareth zugegen. Angesichts der unterfinanzierten Garden, schlägt Herzog Jast Gorsam vor die Garden künftig durch die Provinzherren bezahlen zu lassen – natürlich nur wenn diese auch unter deren Kontrolle fallen. Eine große Erleichterung für die Region ist jedoch die Entscheidung der Reichsregentin das Gebeutelte Darpatien von der Entrichtung des Kaisertalers zu befreien, bis dahin hatte man diesen in voller Höhe von 14 Silbertalern, trotz Krieg, pflichtbewusst geleistet.

Das Jahr des Feuers (1027 BF)

Zum Ende des Frühlingsturniers in Gareth überringt ein Sendbote Gallotas ein Ultimatum des Dämonenkaisers, nicht einmal einen halben Mond später braut sich hinter dem Todeswall eine immer tiefere Dunkelheit zusammen. Am 16. Peraine öffnen sich die Tore und Fugen des Walls und speien das feindliche Heer aus, dabei gleiten ganze Mauerabschnitte zur Seite und machen einem mehrtausendköpfigen Heer Platz. Im Gleichschritt marschiert die stumme Legion wandelnder Skelette in rostigen Harnischen voran. Begleitet werden sie von Zombies auf Kadavergäulen, Brandleichen, die rußige Spuren hinterlassen, und staksenden Vogelscheuchen mit Pferdeköpfen. Schädelpyramiden und Beinsäulen rollen von selbst vorwärts und errichten sich von selbst aufs Neue. Schwärme von Krähen, zahllose Ratten und krabbelnde Marksauer begleiten das Untote Heer darüber hinaus. Eine Ehrenwache von 400 Kaiserlichen muss die Flucht ergreifen und wird versprengt. Mutig stellen sich 40 Geweihte vom Orden der hohen Wacht dem heranziehenden Heer, einer nach dem anderen fällt, nur um sich anschließend auf der Seite des Feindes wieder zu erheben, Burg Leomars Wacht, der hölzerne Wehrtempel der Rondrianer, fällt in die Hände der Untoten. Von finsteren Wolken vor dem Antlitz des Götterfürsten geschützt zieht der Heerwurm weiter gen Westen. Während seine Heerscharen der Reichsstraße I folgen und entvölkerte Dörfer schleifen, ist von Rhazzazor keine Spur zu finden. Alle Truppen der inneren Provinz bei Wehrheim zusammenziehend, lässt Leomar vom Berg die Mittelreicher auf dem Mythraelsfeld aufmarschieren. ‚Ferdoker Lanzerinnen‘, die Garderegimenter ‚Greifengarde‘ und ‚Raul von Gareth‘, die ‚1. Wehrheimer Garde‘ unter Oberst Vilburn von Tälerort und die ‚Kor-Knaben‘ unter Hochkönig Albrax, alles in allem 6.000 Waffenarme stellen sich dem Feind entgegen. Geführt von Marschällen und Hochgeweihten stellt sich das Reich am 24. Peraine dem Feind. Keine Kunde wird nach Gareth dringen, ihren kurzweiligen Sieg nicht feiernd wird das stählerne Herz des Reiches durch das Auftauchen des Drachen Rhazzazors und den Magnum Opus des Weltenbrandes der fliegenden Festung vollkommen zerstört. 12.000 Menschen verlieren in der Stadt ihr Leben, kein Unterschied wird zwischen Einwohner, Soldaten, Götterdienern und Magiern gemacht – der Tod macht sie alle gleich. Die Opfer Wehrheims finden jedoch keine Ruhe, zu untoten Leben erweckt schließen sie sich dem Heerwurm an und marschieren gen Gareth.

Zu den vielen Gefallenen gehören auch die Baronin von Pulverberg, Alruna von Gareth-Mersingern, der Baron von Galbenburg, Gerrich von Binsböckel-Bregelsaum, der Baron von Westerklotz, Ragenholdt von Sturmfels, der Baron von Dergelsmund und Cronfeldherr, Wolfrat von Rabenmund, die Pfalzgräfin von Brücksgau, Willimai von Dornhag, der Wehrvogt von Aschenfeld, Radumar von Rabenmund-Sturmfels, der Wehrvogt von Wehrheim, Stordan von Dürenwald, genauso wie der wehrheimer Reichsvogt Roderich von Quintian-Quintian.

Auf ihrem Weg gen Gareth sorgen Galotta, seine Dämonen, Untote, Drachengardisten und andere Monstrositäten für blankes Chaos, verdorrtes Land und unzählige niedergemetzelte Menschen. Nach den Kämpfen und Plünderungen um Gareth treten stellenweise entlang der Flugroute der Fliegenden Festung chaotische Phänomene auf. Der Adel der verwüsteten Landstriche weilt auf dem Reichskongress in Elenvina oder ist gefallen, so schwingen sich desertierte Reichssoldaten und Söldlinge Galottas eigenmächtig zu Herrschern auf, während Reste des Heerwurms versprengt durch die Wehrheimer Lande ziehen. Deserteure plündern und überfallen Flüchtlingszüge. Da der Norden der Region kaum noch über Soldaten und Büttel verfügt zieht Fürstin Irmegunde aus um ihren Vasallen beizustehen, die Kunde eines Heeres das Rommilys bedroht lässt sie jedoch im Eilmarsch umkehren.

Nachdem bereits in Wehrheim viele namenhafte Darpaten gefallen sind, kommen durch die Kämpfe um Gareth weitere hinzu. Reichsgroßgeheimrat und Graf von Wehrheim Dexter Nemrod fiel, genauso wie Baronin Euvinia von Fortshawellingen zu Devensberg und Baron Raul von Baernfarn zu Gallys.

Die größte Katastrophe die die Region je gesehen hat, hat sich vor den Augen des Mittelreiches ereignet. Die fürstliche Verwaltung ist zusammengebrochen, große Teile des Landes schier paralysiert und Rommilys droht zu fallen. Anfang des Ingerimm-Mondes erreichten Boten entlang des östlichen Ochsenwassers die Metropole und berichten von einem heranziehenden Feind. Während Bürger versuchen über den Darpat nach Perricum zu flüchten, dringen Plünderer in die Häuser ein und rauben was sie können. Der Feind ist noch nicht einmal in der Stadt, da haben Brände und Plünderer trotz aller Bemühungen der Gänseritter und Stadtwache schwere Schäden verursacht.

Eilig ausgesandte Boten informierten die Fürstin und veranlassten ihren Eilmarsch zurück nach Rommilys, ihr eigentliches Ziel war die Unterstützung der nördlichen Regionen. Das Rennen gegen das Heer von Asmodeus von Andergast kann die Fürstin dennoch für sich entscheiden, ihr Heer das sie vor der Stadt aufbieten kann ist jedoch vom Gewaltmarsch sehr erschöpft. Ihre linke Flanke lässt Irmegunde von den Landrittern und der Ulanenbrigarde vor den Schwarzen Reitern schützen. Die Rechte Flanke hingegen schützen die Truppen der fürstlichen Güter vor den Todesdienern der Tobimora und Karmanthi von Sokramor. Im Zentrum soll die Landwehr gegen die Söldlinge und Chimären bestehen. Dem Feind gelingt kein Vorrankommen und die Schwarzen Ritter werden gar zurückgedrängt, als die Irrhalkengarde eine Schneise der Verwüstung in die rechte Flanke pflügt. Zur Tat schreitend führt Fürstin Irmegunde an der Spitze der Goldenen Raben und der fürstlichen Hausorden einen Keil tief in die Reihen der Irrhalkengarde, woraufhin Paktierer ein Tor in die Niederhöllen aufstoßen und Dämonen auf das Schlachtfeld strömen. Schnell schmettern sie die rechte Flanke nieder und schneiden damit das Heer von der Stadt ab. Unfähig ihrem Volk beizustehen muss sich die Fürstin auf die Feste Hohenstein zurückziehen und mit ansehen wie die Stadt fällt.

Plünderungen, Vergewaltigungen und Entweihungen der Tempel läuten die Schreckensherrschaft in Rommilys ein. Raubmord, Blutmagie, Menschenopfer und willkürliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung, wobei die Schädel enthaupteter auf den Mauern aufgepflanzt werden. Einzig die Tempelstadt kann durch eine mächtige Liturgie vor unheiligen Kreaturen geschützt werden. Gegen die anderen Feinde können die Magier der Akademie, Ritter des Mahnerordens und andere Verteidiger den Bezirk anschließend halten.

Nach dem Fall von Wehrheim gründet der traditionsbewusste Adel 1027 BF den Orden der Stahlherzen.

Nachdem die zwergische Feste Durum Lorgolisch in der Schwarzen Sichel gefallen ist, lässt der Hochkönig ab dem Peraine-Mond nach einem Bauplatz für ein neues Bollwerk gegen die Dämonenknechte suchen.

Auf dem Reichskongress verkündet Herzog Jast Gorsam die Entsendung von Waffen und Rüstungen aus eisenwalder Stahl an den Reichsmarschall nach Wehrheim. Nachdem Marschall Fenn Weitenfeld Mitte Ingerimm nach Gesprächen über weitere Unterstützung für das Fürstentum aufbricht, geht er bei Gareth verloren.

Durch die Wirren und Verheerungen geht die Kopfsteuerliste für Darpatien verloren, somit ist eine Steuererhebung für die Schatzkanzler im großen Maße beeinträchtigt. Allgemein ist der Zustand der Region desolat. Nachdem der Heerwurm über die Reichsstraße I gezogen ist, weißt diese einen katastrophalen Zustand auf. Wehrheim liegt in Trümmern, dabei erwecken die Ruinen durch elementaren Entzug den Eindruck Jahrhunderte alt zu sein. Die Stadt selbst ist in der Hand der dämonischen Schergen – ein Banner Drachengardisten, drei Banner Plänkler, ein Geschützbanner und unzählige Untote, ihr Umland ist verwüstet. Der Reichsforst wird dichter und dunkler. Auf der Reichsstraße II gibt es Abschnitte in denen das Kopfsteinpflaster einem Schotterfeld gleicht, durch den Entzug des Erzes im Gestein sind die Steine derart porös das sie selbst für den Bau von Häusern nicht mehr geeignet sind. Burg Rabenmund kann von Answin d.J. von Rabenmund gehalten werden und auch Burg Auraleth ist weiterhin in der Hand der Zwölfsgötterfürchtigen. Der Orden der Bannstrahler hält die Feste, auch wenn es ihm an ausreichend Männern mangelt um die Mauern vollständig zu besetzten. Königsweber, Bröckling, Zweimühlen, Ochsenweide, Grassing, Bohlenburg, Pulverberg und Gallys gelten als Feindesland. Söldnertrupps der Ysli-Geier, Hammerschwinger, und Flammenstecker, Armbruster, unter dem Befehl von Asmodeus von Andergast halten Rommiys und kontrollieren zugleich Rankaraliretena. Als Spielfigur von Lucardus von Kemet beherrscht Sigiswild von Rosshagen die Stadt Gallys und seine Umgebung bis runter ans Ochsenwasser. Dennoch gibt es Hoffnung. Das Kloster Wolfskopf wird noch immer durch die Travia-Diener gehalten, die Zollfeste Grassing ist weiterhin mit den Zollleuten des Barons von Grassing besetzt und Fürstin Irmegunde ist mit ihren Truppen auf der Feste Hohenstein. Getreue der Baronin Valyria von Baernfarn-Binsböckel halten sich in den Ausläufern der Schwarzen Sichel verborgen und beginnen einen langen Kleinkrieg gegen die Besatzer.

Bereits während des Reichskongresses in Elenvina erwirbt das Haus Bregelsaum in der Hauptstadt der Nordmarken ein repräsentatives Stadthaus, viele wichtige Häuser des Reiches folgen später diesem Beispiel.

Am 07. Rahja 1027 BF erklärt der Reichsregent Herzog Jast Gorsam vom Großen Fluss alle Schollenflüchtigen für Vogelfrei.

Die Blutnacht von Rommilys (30. Hesinde 1027 BF)

Entgegen der Anzeichen der Zeit, die zu diesem Zeitpunkt auf weitere Eskalation hindeuteten, verkünden Fürstin Irmegunde von Rabenmund und Wolfhelm von Pandlaril-Bregelsaum in ihrer Funktion als Oberhäupter ihrer Häuser den lange anhaltenden Zwist ihrer Häuser beilegen zu wollen. Hierfür sollen am 30. Hesinde Mitglieder der Häuser, Beergard von Rabenmund und Wahnfried von Bregelsaum, vermählt werden!

Doch der geplante Friedensschluss endet in einem totalen Fiasko. Nicht nur für das Erleuchtungsfest hatte sich die Stadt herausgeputzt, auch waren viele Gäste aus dem gesamten Reich zugegen um der Eheschließung, die das Hohe Paar persönlich vornahm, beizuwohnen. Trotz aller Feierlaune, Freude und allgemeiner Vorfreude hatte man sicherheitshalber das Tragen von Waffen von mehr als einen Spann Klingenlänge untersagt, einzig der Ehrenwachen des Brautpaares gewährte man eine Ausnahme.

Als die Feierlichkeiten bereits vorbei sind und Nachtruhe im Fürstenpalast einzieht, erreicht die Kunde – ein Rabenmund habe eine Bregelsaum erstochen – die Ehrengarde des Bräutigams. Jung, unerfahren und heißblütig erschlagen diese daraufhin ihr rabenmundsches Pendant und wollen auch der Braut ein Übel zufügen, doch der Bräutigam schützt seine frisch angetraute vor seinen Anverwandten die ihn daraufhin eine stark blutende Wunde zufügen. Derweil will die Fürstin die Lage noch nicht eskalieren lassen und sucht das Gespräch, aber die im Schloss einquartierten Bregelsaums beginnen bereits damit Feuer zu legen. Die Fürstin bedrohend und in die Enge treibend, opfert sich einer ihrer Favoriten um einen tödlichen Streich von ihr abzuwenden. Ein Fehler, denn nun haben die Bregelsaums die Nachsicht der Fürstin verwirkt und nicht nur im Palast, sondern auch in der Stadt bricht das Chaos endgültig aus. Letztlich suchen die Bregelsaums im Hotel Bregelsaum Zuflucht, doch der Rote Hahn treibt sie über einen Fluchttunnel ins Weite.

Die darauffolgende Zeit zieht die Blutnacht von Rommilys ihre Kreise, als Angehörige und Parteigänger beider Häuser im Fürstentum Konflikte vom Zaun brechen. Im fürstlichen Gestüt in der Mark Rommilys werden nicht nur Tiere gestohlen oder niedergemetzelt, die Grausamkeit kennt kein Halten mehr als man den besten Tieren gar die Köpfe vom Leib trennt. In Wehrheim hingegen wird dem Falken des Landvogtes Welferich von Bregelsaum-Berg der Hals umgedreht.

In der Baronie Vellberg wird ein Kornspeicher niedergebrannt, in seinem Inneren wird man später die Überreste einer Familie auffinden. Baronin Alruna von Bregelsaum zu Vellberg, war dabei gar das erste Opfer der Unruhe – ihr Tod war es der die Blutnacht lostrat.

Dem Parteigänger Mainulf von Firunslicht, Speicherherr des Grafen von Ochsenwasser, fand man ohne seine Kleidung, nackt an einen Baum gefesselt. Durch die winterlichen Temperaturen kam es zu Erfrierungen, sodass ihm einige Zehen amputiert werden mussten.

In Mistelhausen und Rosenbusch, beide Baronien in der Hand des Hauses Bregelsaum, ziehen Plünderer umher und ziehen sich letztlich nach Oppstein zurück. Daraufhin wird Baron Redenhardt zur Persona non grata in Mistelhausen erklärt. Da der Baron zugleich fürstlicher Siegelbewahrer ist, kann seine rabenmundsche Gesinnung kaum von der Hand gewiesen werden.

Arane von und zu Nierenfeld, eine Base des Barons von Oppstein, geschändet und an ein Scheunentor genagelt. Eine derart abscheuliche tat, dass Baron Ugdalf von Nierenfeld mit einem Bluteid Vergeltung schwor.

In Dergelsmund wird der Vogt von Kaiserhain gepfählt, er galt als Vertrauter von Baron Ludeger von Rabenmund.

Die Ermittlungen führen am Ende zu dem Junker Fridjan Weiser zum Brosenturm, einem Lehensmann der Baronin von Gluckenhang mit Ansprüchen auf die Baronie Vellberg. Es stellt sich jedoch dank der Ermittlungen von Alarich Ruhmrath von Gareth zur Sighelmsmark, dem Sohn und Erben des in der Blutnacht gestorbenen Sighelm von Sighelmsmark, die er im Auftrag des Zedernkabinets in Rommilys unternahm, heraus das der Junker und Parteigänger der Rabenmunds nicht hinter der Bluttat steckte und sein angebliches Geständnis erzwungen worden war.

Als Reaktion auf diesen unvergleichlichen Bruch mit der gütigen Herrin Travia verkündet der Hohe Vater Trautmann im Namen des Heiligen Paares am 03. Firun an das die Fürstin sich erst wieder ‚Allertraviagefälligste‘ nennen dürfe, wenn sie Reue und Buße getan hätte. Die Hohe Mutter hingegen, schwieg vor Gram um die Gräuel die ihre Familie begangen hat.

Dexter Nemrod lässt zudem den Bruch des Reichsfriedens prüfen, unter den möglichen beklagten ist auch die Fürstin selbst, immerhin hat sich eigenhändig eine Ritterin der Bregelsaums niedergestreckt.