Glyrana von Mersingen ä.H.

Titel: Lehens- und Stadtvögtin zu Meidenstein und Barken, Landjunkerin zu Gernatsborn, Edle zu Zaberg, Ritterin zu Barken
Lehen: Landjunkertum Gernatsborn in der Baronie Schlotz, Edlentum Zaberg in der Baronie Friedwang 
Tsatag: 12. Hesinde 1013 BF  
Eltern: Gisborn von Mersingen, Orlande von Streitzig
Geschwister: Merovahn von Mersingen, Gloynhardt von Mersingen, Syrenia von Mersingen
Familienstand: Verheiratet mit Storko von Gernatsborn-Mersingen
Nachkommen: Gisborn (*1033 BF), Morgwyn (*1034 BF), Orlande (*1035 BF) und Hilderich (*1037 BF)
Kurzprofil: Auf beiden Beinen im Leben stehende Edeldame aus dem Hochadel, die sich beweisen möchte; empathisch hoch begabt; meistens in ihren Fähigkeiten unterschätzt; aufstrebende Anführerin, Diplomatin und Organisatorin; mäßige Kämpferin 
Verwendung: Regionale Vertreterin des Hauses Mersingen in der Rommilyser Mark, die strategische Allianzen mit lokalen Adelsfamilien eingeht. 

Glyrana von Mersingen 1032 BF 

• Name: Glyrana von Mersingen ä.H.

• Titel: Lehensvögtin der Baronie Meidenstein, Stadtvögtin zu Barken, Landjunkerin zu Gernatsborn, Edle zu Zaberg, Ritterin zu Barken (ehrenhalber)

• Wappen: Wappen des Hauses Mersingen (drei schwarze Pfähle auf Gold) oder ihres begründeten Familienzweiges (Wellenbalken in Blau über drei schwarzen Pfählen auf Gold)

Wappen Mersingen  Wappen Mersingen zu Gernatsborn

• Lehen: Landjunkertum Gernatsborn in der Baronie Schlotz, Edlentum Zaberg in der Baronie Friedwang

• Gefolgsleute: Ritterin Jadvige von Kressenbrück, Knappin Gisla von Zweifelfels, Zofe Ismena von Baernfarn, Page Ravenhart von Friedwang-Mersingen, Mersinger Pfahlgarde

• Familienstand: Verheiratet mit Storko von Gernatsborn-Mersingen, vier Kinder

• Hauptgottheiten: Boron, Tsa

• Beschreibung: Etwa 175 Halbfinger groß, von weiblicher Gestalt, schwarze lange Haare, schwarz-glänzende Augen, meistens ruhig und besonnen, einerseits freundlich zuvorkommend und dabei auch zuweilen arrogant. In der Vergangenheit meist in höfische Kleidung gewandet, gibt sie sich in der Öffentlichkeit und auf Reisen zunehmend ritterlich mit Tunika, leichter Platte und Waffen gewappnet. In Erscheinung, Gewandung und Auftritt steht sie einer Baronin kaum nach. Umgibt sich sich fast immer mit treuen Gefolgsleuten.

• Aventurische Informationen:

Die Tochter von Reichskanzleirat (a.D.) Gisborn von Mersingen ä.H. wuchs in jungen Jahren auf Burg Weidleth sowie Burg Mersingen auf und ihr wurde eine höfische Erziehung des Hochadels zuteil. Damals hatte Glyrana ein – von ihrer Mutter vererbtes – gleich aufbrausendes Gemüt wie ihre zwei Jahre ältere Schwester Syrenia von Mersingen ä.H., bis es dem Vater mit den beiden eines Tages genug wurde und er Glyrana in die Klosterschule des Klosters Noionias Ruh' schickte. Bis zu ihrem 19. Lebensjahr verbrachte sie dort ihre Jugend und legt heute ein wesentlich bedächtigeres und beherrschteres Verhalten an den Tag; unkontrollierte Gefühlsausbrüche sieht man im Gegensatz zu früher und ihrer Schwester nur noch selten. Sie zeichnet sich hingegen durch eine herausragende Menschenkenntnis aus.

Mit ihrer etwas älteren Schwester Syrenia, hatte sie in jüngeren Jahren eine gewisse Rivalität. Mittlerweile halten sie als Familie jedoch eng zusammen, haben regelmäßigen Austausch über Brieftauben, und bei jeder äußeren Bedrohung sind Gisborns Töchter ein Gespann.

Seit dem Tsamond 1032 BF ist sie mit Storko von Gernatsborn-Mersingen ä.H. verheiratet und hat vier gemeinsame Kinder. Seit dem Winter 1034 BF wird Glyrana von ihrer Leib- und Dienstritterin Jadvige von Kressenbrück begleitet, mit der sie ein inniges Verhältnis verbindet.

Anfang 1036 BF kämpfte Glyrana im Zuge der Befreiung der Stadt Barken in der Baronie Meidenstein gegen eine erweckte Mumie eines Orkkriegers am Hauptplatz und rettete dabei mehre Dutzend flüchtende Stadtbewohner. Der ehemalige Baron von Meidenstein hatte sich zur Errettung seiner (verstorbenen) Mutter dunklen Mächten zugewandt. Ein Schwarzmagier samt Söldnerschar hatte im Zuge dessen die Stadt Barken unter ihre Kontrolle gebracht und auch einen Untoten in ihren Reihen. Sie genießt seit damals in der Stadt Barken einen guten Ruf. Man erzählt die Geschichte, sie haben wie eine "schwarze Löwin" gekämpft. Für das heldenhafte Verhalten wurde sie von der neuen Baronin zu Meidenstein, Hitta von Nierenfeld, zur Ritterin zu Barken (ehrenhalber) ernannt.

Im Rondra 1036 BF zog sie aufgrund der andauernden Kämpfe in den Wehrheimer Landen nach der Märkischen Schlacht samt Kinder und Gefolge zu ihrer Base Greifgolda von Mersingen ä.H., der Kanzlerin der Grafschaft Baliho und ging in der Kanzlei des Siegelmeister diesem zur Hand. 

Anfang 1038 BF wurde Glyrana von der Meidensteiner Baronin zur Stadtvögtin zu Barken ernannt. Sie bezog und erneuerte die Torburg Kressenbrück, stellte die Stadtgarde neu auf und versucht seitdem die großteil zerstörte Stadtmauer notdürftig zu reparieren, zumindest um Schmugglern Einhalt zu bieten und Ordnung in der Stadt zu stiften. Mit Ingrimm 1039 BF wurde Glyrana zur Lehensvögtin zu Meidenstein ernannt, da die Baronin Hitta von Nierenfeld sich dem Tobrienfeldzug anschloss. 

Als im Praios 1040 BF die Truppen der Fürstkomturei unter Gritta Graustein Rommilys belagerten, stellte Glyrana Teile des Entsatzheeres aus den Wehrheimer Landen mit den Stahlherzen zusammen und war bei der Befreiung von Rommilys beteiligt. Hernach wurde sie Mitglied beim Bund der Stahlherzen. 

Nach Rückkehr der Meidensteiner Baronin aus dem erfolgreichen Tobrienfeldzug wurde diese (unter Heranziehung der Beziehungen der Mersingerin) zur Siegelherrin an den Märkischen Hof bestellt und Glyrana dauerhaft als Lehensvögtin zu Meidenstein bestätigt.

Meist ist Glyrana samt Gefolge zwischen Burg Meidenstein, Stadt Barken und Burg Gernatsborn unterwegs, um ihren Geschäften als Vögtin und den Mersinger Familiengeschäften nachzugehen, wobei sie an allen drei Orten Wohnsitze samt Taubenschlägen aufrecht erhält. In den letzten Jahren pilgerte die zunehmend Tsagläubige im Sommer nach Zaberg in die Baronie Friedwang, um dann über die warmen Monate samt Kinder und Gefolge in ihrem Gut ein paar Wochen zu verweilen. 

Die ursprünglich hochadelige Edeldame hat eine höfische Erziehung, jedoch keine Ausbildung im Waffenhandwerk in jungen Jahren genossen. Seitdem Jadvige von Kressenbrück sie begleitet, übt sie sich im Kampf mit Schwert und Schild, Anderthalbhänder und Lanze. Dabei steht weniger der tatsächliche Kampf im Vordergrund, sondern mehr bei Turnieren, die sie als kompetente Reiterin nicht scheut, einen passablen Eindruck zu hinterlassen.

Lebenslauf:

  • 1013 BF - 1025 BF: Kindheit und frühe Jugend auf Burg Mersingen und Burg Weidleth
  • 1025 BF - 1032 BF: Ausbildung und Schule beim Noionitenorden im Kloster Noionias Ruh'
  • Tsa 1032 BF: Hochzeit mit Storko von Gernatsborn
  • Boron 1033 BF: Geburt des ersten Kindes Gisborn
  • Travia 1034 BF: Ernennung zur Edlen zu Dorf Zaberg und Geburt des zweiten Kindes Morgwyn
  • Frühling 1035 BF: Reise nach Havena zur Teilnahme am Reichskongress und zur Brautschau für den Albernischen Prinzen zwecks Unterstützung der Kandidatin Ismena von Baernfarn
  • Rahja 1035 BF: Geburt des dritten Kindes Orlande
  • Anfang 1036 BF: Teilnahme bei der Befreiung der Stadt Barken und Ernennung zur Ritterin zu Barken.
  • Rondra 1036 BF - Praios 1038 BF: Am Grafenhof zu Baliho bei ihrer Base Greifgolda von Mersingen ä.H., in der Kanzlei des Siegelmeisters tätig
  • Ingerimm 1037 BF: Geburt des vierten Kindes Hilderich
  • Seit 1038 BF: Stadtvögtin zu Barken in der Baronie Meidenstein
  • Seit Ingerimm 1039 BF: Lehensvögtin der Baronie Meidenstein
  • Anfang 1040 BF: Teilnahme bei der Befreiung des belagerten Rommilys

• Meisterinformationen: 

Spätestens seitdem ihr älterer Bruder Merovahn 1041 BF ihrer Tante als Pfalzgraf zu Weidleth und Oberhaupt des Hauses Mersingen nachfolgte, wurden hochadelige Ambitionen in Glyrana geweckt. Sie versucht das Haus Mersingen in der Rommilyser Mark zur Größe zu führen und sich zugleich als Oberhaupt der Mersingen in der Mark zu etablieren. Um die Position des Hauses in der Mark zu stärken, versucht sie strategische Allianzen mit regionalen Adelsfamilien einzugehen (Haus Baernfarn, Haus Friedwang, Haus Nierenfeld) und ihre Nachkommen mit möglichen Ansprüchen auf Baronstitel für das Haus Mersingen zu vermählen sowie andere hohe märkische Ämter anzustreben.

Seitdem Glyrana im Winter 1032 BF im Wutzenwald von Eberbiestingern ("den Wutzen") gerettet wurde, trat eine Affinität zu Feenwesen hervor. Lange Zeit war ihr dies nicht bewusst. Erstmals als sie im Zuge des Kampfes Anfang 1036 BF in Barken in Bedrängnis geriet, kamen plötzlich "Wutzenkräfte" in ihr hervor, die sie stark und furchtlos machen (entsprechend dem DSA5 Vorteil "Animalische Kraft"). Die Stadtbewohner sprachen davon, sie habe wie eine "schwarze Löwin" gekämpft. Sie versuchte diese Ereignisse in einem wachsenden Tsaglauben zu ergründen, wobei dieser insbesondere die Aspekte Fruchtbarkeit und Lebenskraft umfasst, mit Tsatuaria synkretisch fließend erscheint und sie den regionalen alten Kulten auch zumindest nicht ablehnend gegenüber steht. Mittlerweile kann sie diese "Wutzenkräfte" zum Teil willentlich in gefährlichen Situationen hervorrufen. Ihre jährlichen Besuche in Zaberg dienen auch dem Unterhandel mit den dort ansässigen Grolmen, welche Glyrana erstaunlich respektvoll als Gesprächspartner anerkennen.

Anfang 1043 BF wurde nahe Burg Gernatsborn am Rande des Wutzenwaldes zwischen der Schlotzer Baronin Haldana von Schnayttach-Binsböckel, Glyrana und zwei ritterlichen Wutzen-Eberbiestingern als Vertreter des Wutzenwaldes ein "Bund von Wald, Berg und Fluss" geschlossen (oder erneuert). Darin verpflichteten sich Haldana und Glyrana einiges in Zukunft einzuhalten, was den Wutzenwald betrifft. Es dürfen keine neuen Siedlungen am Wutzenwald mehr gegründet werden. Die Köhler dürfen ihre Meiler nur noch am Waldrand errichten. Brandrodungen sind von nun an verboten, ebenso das Schlagen alter Bäume, die ein Feenzeichen haben. Es werden nicht mehr Bäume gefällt, als innerhalb eines Götterlaufs neu gepflanzt oder gesät werden können. Der einzige Weg, der Menschen durch den Wutzenwald gestattet sein soll, ist der sogenannte Nengarions-Pfad, der zwischen Firnjön und Schwaz den Wald durchquert. Als Zeichen der Ehrerbietung sind den Wutzen Eicheln oder Bucheckern darzubringen, wann immer ein Zweibeiner den Wald betritt. Untaten und Frevel, die im Wutzenwald begangen werden, unterliegen allein dem Richtspruch der Herrin des Waldes. Im Gegenzug werden die Wutzen dort keine Räuber zulassen und dem Schlotz gegen finstere Mächte beistehen. Für Gernatsborn gilt das Gleiche, insbesondere was das Fällen von Holz oder das Pflanzen und Säen von Bäumen betrifft. Vor allem aber verzichten die Junker von Gernatsborn darauf, auf ihrem Land nach Erz zu schürfen. Als Entschädigung erholt Glyrana einen "Feenheller", der jeden Reichtum, der im Sinne der Feen erworben worden ist, vermehren soll. Die etwas abgegriffene, sechseckige Kupfermünze ähnelt einem Vallusaner Flindrich, jedoch zeigt sie anstatt des eigentlichen Turmwappens der Stadt einen Drachen, sodass die Münze wohl aus der Zeit der Ornaldinen, die einst über die Markgrafschaft Vallusa und die Drachensteine geherrscht hatten, stammen könnte. Welchen Vorteil die Münze mit sich bringt, erscheint Glyrana unklar, sie trägt sie jedoch immer bei sich.

 

• Stärken: Hohe Menschenkenntnis und Empathie; gute Kontakte im Hochadel; weiß sich zu inszenieren und sich mit fähigen Gefolgsleuten zu umgeben.

Schwächen: Wird von hochadeligen Ambitionen und Plänen geleitet und ist schwer enttäuscht, wenn sie nicht aufgehen. Wird oft in ihren Fähigkeiten unterschätzt und unterschätzt sich auch selbst. Neigt zunehmend zu Arroganz. 

• Hauszugehörigkeit: Haus Mersingen 

• Bedeutende lebende Verwandte: Gisborn von Mersingen (Burgsass auf Burg Mersingen und Reichskanzleirat a.D., Vater), Merovahn von Mersingen ä.H. (Pfalzgraf zu Weidleth und Baron zu Schnattermoor, Bruder), Gernot von Mersingen ä.H. (Markgraf der Rabenmark, Onkel), Welfert von Mersingen ä.H. (Heermeister der Rabenmark, Baron zu Aschenfeld, Onkel), Storko von Gernatsborn-Mersingen ä.H. (Wehrvogt der Rommilyser Mark, Gatte), Giselbert von Streitzig j.H. (Pfalzgraf auf Gerbaldsberg, Onkel), Syrenia von Mersingen ä.H. (Erbvögtin der Baronie Friedwang, Schwester)

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften und politischen Gruppen: Stahlherzen (seit 1040 BF)

• Freunde & Verbündete: Familie Mersingen, Familie Baernfarn, Familie Binsböckel, Familie Friedwang, Familie Zweifelfels, Familie Kressenbrück, genießt einen guten Ruf in der Stadt Barken.

• Feinde & Konkurrenten: Adlige der Mark und Wehrheimer Region (insbesondere in den Baronien Schlotz und Meidenstein), die den Mersingner Ambitionen mit Argwohn gegenüber stehen.

• Kurzcharakteristik: Auf beiden Beinen im Leben stehende Edeldame aus dem Hochadel, die sich beweisen möchte; empathisch hoch begabt; meistens in ihren Fähigkeiten unterschätzt; aufstrebende Anführerin, Diplomatin und Organisatorin; mäßige Kämpferin 

• Zitate

“Holt mir eine Brieftaube!”

• Briefspielgeschichten: